Weitere erneuerbare Energieformen
Neben der Stromproduktion aus Photovoltaik oder Wasserkraft gibt es auch weitere erneuerbare Energieformen, die Seilbahnunternehmen bereits nutzen. Insgesamt ist dies zwar deutlich weniger verbreitet, dennoch gibt es ein gewisses Potenzial, insbesondere für mit dem Betrieb von Seilbahnen indirekt verknüpfte Anwendungen wie z.B. Wärmepumpen für die Beheizung und Kühlung von Gebäuden.
Weitere Möglichkeiten wären die Nutzung von Holzpellets zum Heizen oder von Solarthermie für Warmwasser. Da es sich hier nicht um den Betrieb der Bahnen an sich handelt, wird auf diese Technologien an dieser Stelle nicht tiefer eingegangen.
Für den Betrieb der Seilbahnen könnte auch Strom aus Windkraft interessant sein. Diesen selbst zu gewinnen, spielt für Seilbahnunternehmen bisher jedoch eine eher untergeordnete Rolle – schon allein, weil Seilbahnanlagen in der Regel an möglichst windgeschützten Orten gebaut werden. Eine von der Hochschule St. Gallen durchgeführte Studie zu den Geschäftsmodellen von Seilbahnunternehmen als Energieproduzenten zeigte, dass Windkraft zwar insbesondere im Winter hohes Potenzial hat, aufgrund der aktuellen Widerstände in der Bevölkerung jedoch noch nicht reif für einen häufigeren Einsatz ist.
Dennoch gibt es Seilbahnunternehmen, die sich dem Thema Windenergie widmen, wie beispielsweise die Gondelbahn Gamplüt im Toggenburg. Seit 2016 wird der Betrieb (u.a.) von einer eigenen Windturbine mit Strom versorgt. Mit dem Windrad werden insbesondere Phasen mit wenig Solarenergie kompensiert. Die Kleinanlage kommt bei einer Spitzenleistung von 80 kW auf eine jährliche Produktion von ca. 40 MWh Strom. Auch die Pizolbahnen AG betreibt an der Talstation Bad Ragaz eine Windturbine.