
Beschneiung
Die technische Beschneiung trägt in vielen Wintersportgebieten zur Schneesicherheit und Planbarkeit des Winterbetriebs bei. Gleichzeitig benötigt sie Wasser, Energie und Infrastruktur und steht im Spannungsfeld von Wirtschaftlichkeit, Umwelt und Klimawandel. Auf dieser Seite finden Sie die wichtigsten Fakten und Hintergründe im Überblick.
Technische Beschneiung in der Schweiz
Die technische Beschneiung ahmt die natürliche Schneebildung nach: Wasser wird über Schneeerzeuger versprüht und gefriert in kalter Luft zu Schneekristallen. Der erzeugte Schnee ist dichter als Naturschnee und schmilzt deshalb meist langsamer. In der Schweiz sind rund 13'000 Hektaren Pisten technisch beschneibar, was etwa 54 % der gesamten Pistenfläche entspricht. Die Beschneiung ist damit ein wichtiger Bestandteil der Anpassung vieler Wintersportgebiete an veränderte klimatische Bedingungen.
Wasser, Energie und Umwelt
Für die Beschneiung werden Wasser und Energie benötigt. Aus einem Kubikmeter Wasser können durchschnittlich rund 2,5 Kubikmeter Schnee erzeugt werden. Für die Herstellung eines Kubikmeters technischen Schnees werden im Durchschnitt rund drei Kilowattstunden Energie benötigt. Moderne Beschneiungssysteme arbeiten dabei deutlich effizienter als frühere Generationen. Viele Seilbahnunternehmen setzen zudem auf erneuerbare Energien. Gemäss einer Umfrage von Seilbahnen Schweiz nutzten oder produzierten 2024 bereits 70 % der befragten Unternehmen erneuerbare Energie
Die technische Beschneiung bringt Eingriffe in Natur und Landschaft mit sich. Je nach Standort können Wasserentnahmen, Speicherteiche oder Beschneiungsinfrastruktur Auswirkungen auf Gewässer, Böden und Vegetation haben. Planung, Bau und Betrieb von Beschneiungsanlagen unterliegen deshalb in der Schweiz strengen gesetzlichen Vorgaben und Bewilligungsverfahren.
Beschneiung und Klimawandel
Mit steigenden Temperaturen und veränderten Schneeverhältnissen gewinnt die technische Beschneiung vielerorts an Bedeutung. Gleichzeitig werden die Zeitfenster für die Schneeproduktion kleiner. Um zukünftige Entwicklungen besser einschätzen zu können, stehen den Destinationen wissenschaftliche Grundlagen wie der Kompass Schnee zur Verfügung. Diese helfen dabei, Investitionen und langfristige Anpassungsstrategien fundiert zu planen.
Detaillierte Informationen, Zahlen und Quellen finden Sie im Themenblatt «Technische Beschneiung» unter Downloads und
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Themenblatt «Technische Beschneiung»
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