
Projekt Wassermanagement von Skigebieten
Der Klimawandel verändert, wie viel Wasser in den Bergen verfügbar ist. Gleichzeitig steigt der Bedarf an technischer Beschneiung. SBS untersucht deshalb, wie Seilbahnunternehmen ihr Wassermanagement prüfen und Konflikte mit anderen Wassernutzenden früh erkennen können.
Warum Wasser zum Thema wird
Seilbahnunternehmen mit Skibetrieb setzen meist auf technische Beschneiung, um einen sicheren und zuverlässigen Betrieb zu sichern. Mit dem Klimawandel fällt weniger natürlicher Schnee, der Bedarf an Beschneiung steigt. Gleichzeitig verändert sich das Wasserdargebot: trockenere Sommer, mehr Starkniederschläge, mehr Regen im Frühling. Wie stark, ist regional verschieden.
Auf Wasser angewiesen sind nicht nur die Seilbahnunternehmen. Auch Gemeinden, Energieunternehmen, die Landwirtschaft und die Natur brauchen es. Wo der Schnee knapper und das Wasser kostbarer wird, können Interessen aufeinandertreffen. Genau hier setzt das Projekt an.
Das Ziel des Projekts
SBS will ein Vorgehen entwickeln, mit dem sich die Wassersituation eines Skigebiets verstehen lässt. Wie viel Wasser steht heute und künftig zur Verfügung? Wie viel wird zum Beschneien gebraucht? Wer braucht sonst noch Wasser?
Die Erkenntnisse aus den Untersuchungen sollen den Gebieten helfen, ihr Wassermanagement gezielt zu verbessern und mögliche Konflikte um die Ressource früh zu erkennen. So leistet das Projekt einen Beitrag zu einem vorausschauenden Umgang mit Wasser.
Pilotstudie in Bivio und Belalp
Den Anfang machte eine Pilotstudie in den Skigebieten Bivio (Graubünden) und Belalp (Wallis). Ausgewählt wurden die beiden Gebiete auf Basis der SBS-Mitgliederbefragung 2024.
Obwohl beide Gebiete ähnlich hoch liegen, sind ihre Voraussetzungen verschieden. Bivio deckt das Wasser für die Beschneiung aus Fliessgewässern, die Belalp ist schon heute auf einen Speichersee angewiesen. Die Studie zeigt für jedes Gebiet, wie sich das verfügbare Wasser und der Bedarf für die Beschneiung entwickeln, und schafft so eine Grundlage für Investitionen und Gespräche vor Ort.
Die ausführlichen Ergebnisse sind im Bericht «Wassermanagement von Skigebieten» zu finden.
Wie es weitergeht
SBS wendet das Vorgehen nun in zwei weiteren Gebieten an, die sich von den ersten unterscheiden. So gewinnt die Methodik an Aussagekraft. Erste Ergebnisse folgen Ende 2026. Dem Verband ist wichtig, seinen Mitgliedern mit der entwickelten Methodik Möglichkeiten aufzuzeigen, ihr Wassermanagement vorausschauend anzugehen.
Projektförderung