
Projekt Businessmodelle Energieproduktion
Immer mehr Seilbahnen produzieren erneuerbare Energie selbst. Doch welche Modelle bringen neben dem Klimaschutz auch wirtschaftliche Vorteile? Eine Studie der Universität St. Gallen zeigt anhand von zehn Fallstudien, wie sich Investitionen in Solar-, Wind- und Wasserkraft lohnen.
In der Mitgliederbefragung zur Nachhaltigkeit 2024 gaben 68 % der Seilbahnunternehmen an, erneuerbare Energien zu nutzen oder selbst zu produzieren. Im Vordergrund stehen Wasserkraft mit 47 % und Photovoltaik mit 41 %. Erneuerbare Energie gewinnt auch bei den Seilbahnen weiter an Beliebtheit.
SBS wollte herausfinden, mit welchen Modellen Seilbahnen aus erneuerbarer Energie auch ökonomischen Nutzen ziehen. Dr. Simon Kuster und Prof. Dr. Christian Laesser von der Universität St. Gallen untersuchten dafür mögliche Geschäftsmodelle zur Energieversorgung von Bergbahnen.
Grosses Potenzial für nachhaltige Energie
Das grösste Potenzial liegt im Eigenverbrauch vor Ort im eigenen Arealnetz. Für Sonnenenergie lohnt es sich besonders, Fassaden und Dächer auf ihre Eignung für Photovoltaik zu prüfen. Bei Neubau oder Renovation sollten Gebäude spätestens dann mit PV ausgestattet werden.
Auch die Beschneiungsinfrastruktur bietet Chancen: Eine Umrüstung ermöglicht die Mehrfachnutzung und erzeugt Wasserkraft. Windkraft sehen die Autoren eher langfristig, sobald die Akzeptanz steigt. Als Ergänzung für Winterstrom ist sie aber durchaus interessant.